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Behandlung

Wird ein Glaukom früh erkannt, kann es gut behandelt werden. Ziel einer jeden Glaukomtherapie ist es, den Sehnerv und damit das Gesichtsfeld zu erhalten und zu verhindern, dass die Krankheit fortschreitet. In aller Regel wird ein Glaukom zunächst medikamentös behandelt. Ist diese Therapie nicht ausreichend, kommt eine Laserbehandlung oder schließlich eine Operation in Frage.

Glaukommedikamente werden grundsätzlich als Augentropfen verabreicht. Eine systemische Therapie, also die Einnahme von Tabletten, ist nur in Ausnahmefällen erforderlich. Ein Ziel der medikamentösen Glaukomtherapie ist die Senkung des Augeninnendrucks. Darüber hinaus wird versucht, die Durchblutung der Netzhaut und des Sehnervs zu verbessern sowie die Nervenzellen zu schützen. Je nach Wirkmechanismus erreichen einige Medikamente die Senkung des Augeninnendrucks, indem sie die Kammerwasserproduktion herabsetzen, während andere Wirkstoffe den Kammerwasserabfluss verbessern. Gelingt es, den Augeninnendruck zu senken, wird der Sehnerv mechanisch entlastet und die Nährstoffversorgung von Netzhaut und Sehnerv verbessert.

Viele Menschen empfinden es zwar als unangenehm und lästig, regelmäßig Augentropfen zu nehmen – die konsequente Anwendung ist jedoch Voraussetzung für die Wirksamkeit der Behandlung. Mussten früher häufig die Tropfen mehrmals am Tag angewandt werden, gibt es heute Wirkstoffe, die nur einmal täglich eingeträufelt werden müssen. Dies ist eine wesentliche Erleichterung für die Betroffenen.

In über 90% aller Fälle erreicht man mit Medikamenten eine ausreichende Senkung des Augeninnendrucks. Operationen werden in aller Regel nur durchgeführt, wenn die medikamentöse Therapie nicht zu einer ausreichenden Drucksenkung führt, ein Glaukomschaden trotz Therapie fortschreitet oder erhebliche Unverträglichkeiten der Medikamente auftreten.

Eine gebräuchliche Methode um den Kammerwasserabfluss zu verbessern, ist die Lasertrabekuloplastik (LTP). Dabei werden mit einem Laser an der Spaltlampe über ein Kontaktglas etwa 50 bis 100 Laserherde in das Trabekelwerk gesetzt. Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung durchgeführt und ist für den Patienten meist schmerzfrei. Er kann direkt nach der Behandlung nach Hause gehen.

Als operative Maßnahme kann eine Trabekulektomie durchgeführt werden. Dabei wird durch einen kleinen Einschnitt ein Abfluss für das Kammerwasser über die Bindehaut geschaffen. Das Kammerwasser kann über diese Öffnung aus der vorderen Augenkammer nach außen zur Bindehaut absickern und wird dort über die großen Gefäße der Bindehaut entsorgt.