Kosmetische Behandlungen
Botox-Behandlung
Lachen, Freude, Ärger oder Erstaunen – die Gesichtsmimik macht unsere Emotionen sichtbar. Verantwortlich dafür sind die zahlreichen Muskeln, die fest mit der Gesichtshaut verbunden sind und im Laufe des Lebens durch die Hautalterung zu einer mehr oder weniger tiefen Linien- und Faltenbildung führen können. Da der Regenerationsprozess vorwiegend tiefere Hautschichten betrifft, können selbst hochwertige Pflegeprodukte nur unterstützend und ergänzend wirken. Die kosmetische Medizin bietet unterschiedliche Verfahren an, mit deren Hilfe die Faltenstruktur positiv beeinflusst werden kann.
Botulinumtoxin A (der umgangssprachliche Begriff "BOTOX" ist der Handelsname eines Präparates) ist der unkomplizierte Weg gegen mimische Falten für ein entspanntes Aussehen. Botulinumtoxin ist ein natürlich vorkommendes, hochwirksames Bakterieneiweiß, welches zur fühlbaren und sichtbaren Entspannung der Haut durch eine Entkrampfung der darunter liegenden Muskeln führt.
1973 wandte Alan Scott Botulinumtoxin A (BTX A) erfolgreich zur Behandlung des Schielens an, woraufhin 1979 in den USA die Zulassung zur Therapie des Schielens erteilt wurde. 1985 wurde die Genehmigung auf die Behandlung des Lidkrampfes erweitert. Die erste Publikation über die Anwendung von Botulinumtoxin A in der kosmetischen Medizin erschien 1990 von Jean und Alastair Carruthers. Jean Carruthers, die als Augenärztin an einer Pilotstudie über die Behandlung von Lidkrämpfen mit Botulinumtoxin A beteiligt war, folgte dem Hinweis einer Patientin, die auf die gleichzeitige Verbesserung ihrer Zornesfalten durch die Behandlung hinwies. Zusammen mit ihrem Mann, Professor für Dermatologie, führten sie die Wirkung auf die Entspannung der mimischen Muskulatur zurück. Der Siegeszug des Botulinumtoxins A in der Kosmetik begann.
Der volle Effekt der Behandlung entfaltet sich innerhalb von etwa zwei Wochen und hält ungefähr drei bis sechs Monate oder auch länger an. Das Resultat sachgemäßer Anwendung ist ein frisches und positives Erscheinungsbild. Zornesfalten, Denkerstirn und Krähenfüße werden je nach Ausprägung geglättet oder gemildert. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sind bisher bei der Behandlung keine langfristigen Nebenwirkungen bekannt. Der Wirkstoff baut sich, sofern korrekt dosiert, ohne nachhaltige Folgeerscheinungen komplett im Körper ab.
Behandlungsablauf
Vor der Behandlung stehen ärztliches Gespräch, Aufklärung und Untersuchung. Für den behandelnden Arzt ist es wichtig zu wissen, ob Vorerkrankungen vorliegen beziehungsweise regelmäßig Medikamente eingenommen werden müssen. Manche Medikamente treten in Wechselwirkung mit Botulinumtoxin A – das heißt, dass deren Wirkung verstärkt oder abgeschwächt werden kann. Bei der Untersuchung wird die Funktion der mimischen Muskulatur analysiert. Bei großer Schmerzempfindlichkeit kann man mit einer Salbe, der ein örtliches Betäubungsmittel beigesetzt ist, die Sensation des Einstichs mildern.
Nach der Behandlung
Nach der Behandlung sollte der Bereich nicht berührt werden – eine Gesichtsreinigung ist nach sechs Stunden möglich. Extreme Hitze und Wärme (Sauna, Solarium, Sonnenbaden) sind in jedem Fall für zwei bis drei Tage zu meiden. Nach der Behandlung ist man in keiner Weise eingeschränkt und kann seinem regulären (geschäftlichen und gesellschaftlichen) Leben nachgehen.
An den Einstichstellen können direkt nach der Behandlung leichte Rötungen und ein leichter Druckschmerz auftreten. Entzündungen, Schwellungen und Blutergüsse sind ebenfalls möglich. Allergische Reaktionen auf die Inhaltstoffe sind extrem selten, aber grundsätzlich nicht auszuschließen. Durch Diffusion können unbeabsichtigt auch andere Muskeln beeinträchtigt werden, was vor allem beim Muskel der das Oberlid anhebt, sehr unangenehm ist. Ein Trost ist in diesem Falle, dass die Wirkung völlig reversibel ist – es gilt also einige Tage abzuwarten.
Bei der Behandlung mit Botulinumtoxin A handelt es sich um eine ärztliche Tätigkeit, bei der in einem ausführlichen Gespräch über bestehende Erkrankungen und damit verbundene Medikamenteneinnahme sowie über Risiken und Komplikationsmöglichkeiten gesprochen werden muss. Es ist für diese Behandlung eine schriftliche Einverständniserklärung des Patienten notwendig.
Augenlider
Die Augenlider haben für die Augen wichtige Funktionen. Sie schützen sie gegenüber Umwelteinflüssen und Verletzungen und sorgen gemeinsam mit den Tränendrüsen für eine gleichmäßige Befeuchtung der Augenoberfläche. Sie müssen sich normal schließen können, um die reflektorischen mechanischen Schutzfunktionen, sowie den Schutz vor Austrocknung zu gewährleisten. Ebenso müssen sie sich normal öffnen lassen, um das Sehen und das Gesichtsfeld nicht zu behindern.
Die Lider sind aufgebaut aus den Hautschichten, Muskelgewebe und der bindegewebigen Lidplatte, an der die Muskeln ansetzen, die für Lidöffnung und Lidschluss verantwortlich sind. Talgdrüsenausführungsgänge münden an der Lidkante. Die Innenseite der Lider ist von Bindehaut bedeckt und dient als Gleitschicht gegenüber dem Augapfel. Am vorderen Lidkantenteil finden sich die Wimpern.
Die Augenärzte der Schwarzwald-Augenklinik achten bei jeder Augenuntersuchung auch auf die regelgerechte Funktion der Augenlider. Dabei werden Lidspaltenweite, Lidstellung, Lidbewegung, Tränenpünktchenstellung und Hautelastizität untersucht und beurteilt. Hierbei können sich vor allem im höheren Lebensalter Veränderungen zeigen, aber auch bei Kindern finden sich gelegentlich Lidfehlstellungen.
Die meisten dieser Veränderungen können durch konservative Behandlungen positiv beeinflusst werden. Auf Grund von altersabhängigen Gewebeveränderungen, Verletzungen, Entzündungen, Nervenerkrankungen oder bösartigen Wachstums kann es allerdings zu Veränderungen der Lidspalte kommen, die zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Funktionalität einer operativen Behandlung bedürfen.
Das Ziel jeder Lidchirurgie besteht einerseits darin, Erkrankungen am Lid zu therapieren und andererseits einen kosmetisch ansprechenden Zustand herzustellen. All diese Operationen werden üblicherweise in örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt. Hierzu wird das Operationsgebiet durch eine oder mehrere Einspritzungen eines Betäubungsmittels schmerzunempfindlich gemacht. Auch nach der Operation treten im Allgemeinen keine Schmerzen auf. In seltenen Einzelfällen kann der Eingriff auch unter Narkose durchgeführt werden. Die Hautschnittführung geschieht entlang der Hautspaltlinien zur bestmöglichen Wundheilung und zur Vermeidung operativ bedingter Lidfehlstellungen mit minimalster Narbenbildung.
Lidtumore
Tumore können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein und von den unterschiedlichen Lidstrukturen ausgehen. Um die gutartigen Veränderungen wie Gerstenkorn, Hagelkorn oder Xanthelasmen von den bösartigen Veränderungen wie zum Beispiel Basaliome oder Karzinome sicher abgrenzen zu können, sollte frühzeitig der Augenarzt aufgesucht werden. Die erfahrenen Ärzte der Schwarzwald-Augenklinik beraten sie eingehend und führen falls erforderlich auch die meisten der notwendigen Lidoperationen durch.
Dem Gerstenkorn (Hordeolum) liegt ursächlich eine akute Bakterieninfektion (meist Staphylokokken) der Lidranddrüsen zugrunde. Typische Symptome sind hierbei starke Schmerzen, Schwellung und Rötung im Lidbereich. Therapeutisch werden Antibiotika und lokale Wärmeapplikation (Rotlicht) verordnet. In Einzelfällen kann eine operative Intervention sinnvoll sein.
Das Hagelkorn (Chalazion) entsteht auf dem Boden einer chronischen Entzündung einer oder mehrerer Talgdrüsen. Es zeigt sich ein schmerzloser lidkantennaher gutartiger Tumor. Um eine dauerhaft heilende Behandlung zu erreichen, muss dieser in der Regel operativ entfernt werden.
Xanthelasmen sind gelbliche, leicht erhabene, plattenförmige Ablagerungen im Bereich der Augenlider, die durch Störungen im lokalen Fettstoffwechsel entstehen. Sie sind weich und leicht verschieblich und kommen meistens an beiden Augen vor. Zur Entfernung werden sie – wie auch andere gutartige Hauttumore – elliptisch umschnitten, entfernt und die Haut mit einem dünnen Faden verschlossen. Eine alternative Möglichkeit zur Entfernung der Xanthelasmen besteht in der Anwendung eines Lasers.
Der häufigste bösartige (maligne) Lidtumor des Erwachsenen ist das Basaliom, welches jedoch ein semimaligner Tumor ist. Das bedeutet, dass dieser Tumor zwar bösartig infiltrativ in benachbartes Gewebe einwachsen kann, aber nicht wie etwa andere bösartige Hauttumore Tochtergeschwülste (Metastasen) aussähen kann. Deshalb kann dieser Hautkrebs auch mit einer vollständigen operativen Entfernung sicher geheilt werden. Doch entfernt werden muss er auf jeden Fall wie auch alle anderen bösartigen Hautveränderungen der Lider frühzeitig. Basaliome sind keine speziellen Lidtumore, sondern können auch an jeder anderen Hautstelle entstehen. Dies gilt auch für andere bösartige Tumore (zum Beispiel Melanom, Karzinom).
Häufigste operativ zu versorgende Fehlstellungen der AugenliderEntropium (Einwärtsdrehung des Unterlides)
Diese Erkrankung wird in erster Linie als Altersveränderung angesehen, kann aber zum Beispiel auch narbenbedingt auftreten. Die Wimpern "schleifen" auf der Hornhaut und verursachen starke Schmerzen und bedeuten ständige Infektionsgefahr. Diese Lidfehlstellung sollte aufgrund der stetigen Gefahr der gefährlichen Hornhautentzündung (Keratitis) frühzeitig korrigiert werden.
Ektropium (Auswärtsdrehung des Unterlides)
Die häufigste Ursache ist hierbei ebenfalls höheres Lebensalter mit Erschlaffung des Lidaufhängeapparats. Durch die nicht anliegende Unterlidkante und das abstehende Tränenpünktchen laufen die Tränen über die Wange, was von den Patienten als sehr störend angegeben wird. Häufiges Tränen kann aber häufig auch trotz richtiger Lidstellung aus anderen Gründen auftreten.
Ptosis (hängendes Oberlid)
Die Ptosis entsteht angeboren oder erworben infolge Funktionsminderung von Muskeln und/oder Nerven der Lidheber. Somit kommt es zu Gesichtsfeldeinschränkungen und bei vollständigem Lidschluss zur Ausschaltung der betroffenen Seite. Zur Behebung der Oberlidsenkung werden je nach Abhängigkeit von der Funktion des Lidhebermuskels unterschiedliche Operationstechniken durchgeführt.
Dermatochalasis (überschüssige Lidhaut)
Überschüssige Lidhaut, im Bereich der Oberlider im Volksmund auch Schlupflider genannt, im Bereich der Unterlider als Tränensäcke bekannt, kommt häufig im höheren Lebensalter aufgrund einer Erschlaffung des Unterhautgewebes vor und kann so stark ausgeprägt sein, dass das Gesichtsfeld deutlich eingeschränkt ist – oder kann einfach kosmetisch störend sein. Überschüssige Lidhaut kann operativ entfernt werden.
Blepharospasmus (Lidkrampf)
Ein krampfhaftes unkontrolliertes Zukneifen der Augenlider wird Blepharospasmus genannt. Der Blepharospasmus tritt fast immer beidseitig auf. Er kann in den Frühstadien durch helle Lichtreize, Müdigkeit und emotionale Spannungen getriggert sein. Die Symptome nehmen im Laufe der Zeit an Heftigkeit und Stärke zu und können so ausgeprägt sein, dass ein vollständiger Verschluss der Augen über mehrere Stunden erfolgt. Die Behandlung erfolgt durch Injektion von Botulinumtoxin, kurz Botox, in die betroffenen Muskelareale. Die Wirkung von Botox beruht auf einer vorübergehenden sanften Entspannung der behandelten Muskulatur, deren Effekt drei bis sechs Monate anhält und jederzeit wiederholt werden kann. Auch diese Behandlung wird in der Schwarzwald-Augenklinik durchgeführt.



Aktuelles:
Neue Betriebsstätte in Donaueschingen
Am 02. April 2012 eröffnet das MVZ Schwarzwaldaugenklinik seine Pforten in moderner Atmosphäre im Ärztehaus in der Bahnhofstr. 12 in Donaueschingen. Ideal am Bahn- und Busbahnhof gelegen, viele Parkplätze! Termine können ab sofort unter 07422-99165570 vereinbart werden. Rufen Sie uns an!
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